Warenursprung & Präferenzen: Freihandelsabkommen EU – Japan unterzeichnet
International Trade - Illustration with Lens Flare. International Trade Golden Metallic Cog Gears. 3D Rendering.

 

Das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Japan wurde am 17. Juli 2018 in Tokyo unterzeichnet. Ein Großteil der gewerblichen Waren ist in Japan bereits zollfrei, so dass die Verhandlungen vorrangig dem Zollabbau der Agrarwaren aus der EU galten. Daneben werden die Zölle in der EU für Produkte aus Japan mit Übergangsfristen von teilweise 15 Jahren schrittweise abgebaut. Im Automobilbereich sind sieben Jahre vorgesehen.

Details können dem Abbauplan der EU bzw. dem Abbauplan in Japan (Teil 1) sowie Teil 2 entnommen werden.

Das EPA-Abkommen (EU-Japan Economic Partnership Agreement) wird inoffiziell oft auch als „JEFTA“ betitelt. Es schafft einen offenen Handel für mehr als 600 Millionen Menschen und umfasst ungefähr ein Drittel der Weltwirtschaft. Japan zählt zu den wichtigsten Handelspartnern der EU. Somit ist dies das größte jemals von der EU verhandelte Freihandelsabkommen.

Im Bereich der nichttarifären Handelshemmnisse sollen Normen und Vorschriften angeglichen und einheitliche Kennzeichnungsvorschriften oder technische Standards anerkannt werden. Dies betrifft beispielsweise die Kraftfahrzeugindustrie in Bezug auf Produktsicherheit und Umweltschutz. Aber auch für Chemikalien, Arzneimittel und sowie Textilien sind Harmonisierungen vorgesehen.

Außerdem werden über 200 europäische Herkunftsbezeichnungen wie z. B. Parmaschinken, Champagner oder Nürnberger Bratwürste künftig in Japan geschützt.

Das Inkrafttreten des Abkommens ist für 2019 vorgesehen. Zuvor muss jedoch das Europäische Parlament sowie die japanische Nationalversammlung zustimmen.

Details zum Abkommen finden Sie hier!