BREXIT: Vorbereitung auf den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU

Für den Fall, dass das Vereinigte Königreich die EU ohne Abkommen verlässt und somit die vorgesehene Übergangsphase nicht in Kraft treten kann, gelten ab dem 30. März für Waren aus dem Vereinigten Königreich dieselben Zollformalitäten wie für Waren aus den anderen Drittländern.

Dies bedeutet konkret folgendes (Auszug):

  • Es müssen Zollformalitäten erfüllt und Zollanmeldungen abgegeben werden. Die Zollbehörden können zudem Sicherheitsleistungen für möglicherweise entstehenden oder bereits entstandene Zollschulden verlangen.
  • Für Waren, die aus dem Vereinigten Königreich in die EU eingeführt werden, gelten Drittlandszölle (keine Präferenzbehandlung).
  • Für bestimmte Waren, die aus dem Vereinigten Königreich in die EU eingeführt werden, können möglicherweise auch Verbote oder Beschränkungen gelten, weswegen gegebenenfalls Einfuhrlizenzen oder -genehmigungen erforderlich würden. Umgekehrt können auch für Waren, die aus der EU (EU27) in das Vereinigte Königreich ausgeführt werden, Genehmigungspflichten oder Verbote vorherrschen.
  • Vom Vereinigten Königreich erteilte Einfuhr- und Ausfuhrlizenzen werden in der EU (EU27) nicht mehr gültig sein.
  • Vom Vereinigten Königreich erteilte Bewilligungen zollrechtlicher Vereinfachungen oder Verfahren, wie etwa Zolllager, werden in der EU (EU27) nicht mehr gültig sein.
  • Ein vom Vereinigten Königreich bewilligter Status eines zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO-Status) wird in der EU (EU27) nicht mehr gültig sein.
  • Die EU-Mitgliedstaaten werden auf Waren bei der Einfuhr aus dem Vereinigten Königreich in die EU Einfuhrumsatzsteuer erheben
  • Für die Beförderung von Waren in das Vereinigte Königreich wird eine Ausfuhranmeldung erforderlich sein. Für die Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren in das Vereinigte Königreich wird möglicherweise auch ein elektronisches Verwaltungsdokument (e-VD) erforderlich sein.
  • Bei der Beförderung verbrauchsteuerpflichtiger Waren aus dem Vereinigten Königreich in die EU (EU27) sind vor einer Beförderung im Rahmen des EMCS-Systems (Excise Movement and Control System) Zollformalitäten erforderlich.

Speziell die KMU würden von einem harten Brexit besonders getroffen werden, da diesen oftmals entsprechendes Wissen sowie die Ressourcen fehlen, um sich an die neuen Regularien anzupassen.

Um hier zu unterstützen hat die Europäische Kommission eine Brexit-Checkliste“erarbeitet.

In einem Leitfaden empfiehlt die Europäische Kommission dringend, sich auf einen möglichen harten Brexit vorzubereiten.

Quelle: Europäische Kommission

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