ATLAS-Info für den Fall eines ungeregelten Brexit

Mit der ATLAS-Teilnehmerinformation 3484/19 informiert das ITZ Bund über die Auswirkungen eines ungeregelten Brexits des Vereinigten Königreichs. Es gelten dann für den Warenverkehr zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU ab dem 1. November 2019, 00:00 Uhr (CET) ohne Übergangsfrist die allgemeinen zollrechtlichen Bestimmungen für Drittländer unter Berücksichtigung des Versandübereinkommens.

Zum einen sind für die Umstellungsarbeiten Ausfallzeiten vom Freitag, 1. November 2019 um 00:00 Uhr bis voraussichtlich 09:00 Uhr (CET) geplant.

Zudem werden die im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland (GB) erteilten EORI-Nummern sowie sämtliche Bewilligungen britischer Wirtschaftsbeteiligter beendet. 

Zollanmeldungen vor Gestellung, die ab Wirksamkeit des Brexits beendete, britische EORI-Nummern zum Anmelder, Vertreter oder Für Rechnung enthalten, können nicht mehr bestätigt werden. Es müssen bei Bedarf neue Zollanmeldungen übermittelt werden. Selbiges gilt für Zollanmeldungen nach Gestellung, für die noch keine Annahme ausgesprochen wurde. Diese können nicht mehr angenommen werden.

Das Vereinigte Königreich hat fristgerecht eine Beitrittserklärung zum Gemeinsamen Versandübereinkommen hinterlegt. Dieser Beitritt zum Versandübereinkommen wird erst dann wirksam, wenn der Brexit eintreten sollte. Dadurch ist eine lückenlose Fortführung bereits laufender Versandverfahren sichergestellt.

Darüberhinaus ist ab dem Zeitpunkt des Brexits bei Ausfuhrvorgängen mit Bestimmungsland „GB“ als Art der Anmeldung (Ausfuhr) „EU“ anzugeben.

Im Fall einer Verschiebung, einer kurzfristigen Absage des Brexits oder der Annahme eines Brexit-Deals kann das dafür vorgesehene Wartungsfenster entfallen. 

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Quelle: Generalzolldirektion www.zoll.de

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