Türkei: Weitere Sonderzölle auf bestimmte Waren

Zum Schutz der heimischen Wirtschaft erhebt die Türkei befristet Sonderzölle auf verschiedene Waren.

Nicht betroffen sind Waren mit Ursprung in der EU, EFTA, einigen Ländern der Pan-Euro-Med-Präferenzzone, Südkorea und Malaysia. Als Nachweis ist ein Ursprungszeugnis erforderlich.

Details ergeben sich aus Erlass Nr. 2682 mit den Anhängen 1 und 2 (Link: https://www.resmigazete.gov.tr/eskiler/2020/06/20200628-19.pdf) vom 27. Juni 2020.

Die Sonderzölle werden in zwei zeitlichen Abstufungen erhoben. Die erste Stufe gilt seit dem 28. Juni 2020 bis zum 30. September 2020 (Anhang 2; Ek-2). Ab dem 1. Oktober 2020 gilt eine zweite, unbefristete Stufe (Anhang 1; Ek-1).

Betroffene Waren sind unter anderem: Zitronensäure, bestimmte Profile und Förderbänder aus Kunststoff, selbstklebende Papiere und Pappen, Reifencordgewebe, Textilabfälle, Textilien zur Herstellung von Kopfbedeckungen, Schamottsteine, Flachglas, Glasbausteine und ähnliche Waren, Edelsteine und Schmuckwaren, Waren aus Perlen, Profile aus Stahl und Draht, Rohrformstücke, Nadeln und andere Waren aus Stahl.

Zudem gelten die Sonderzölle für zahlreiche Waren des Maschinenbaus wie Pumpen, Ventilatoren und Abzugshauben, Öfen, Verpackungsmaschinen, Waagen, Krane, Maschinen zur Erdbearbeitung und für die Landwirtschaft, Druck- und Textilmaschinen, Werkzeugmaschinen und Teile dafür sowie Maschinen zum Bearbeiten von Kunststoffen und Kautschuk. Ferner sind elektrische Waren wie bestimmte Motoren, Öfen, Löt- und Schweißmaschinen sowie diverse isolierte Drähte, Fahrzeuganhänger und Teile davon, medizinische Apparate, Zahnprothesen und elektronische Thermostate betroffen.

Der genaue Warenkreis wird durch die jeweils ganz links angegebenen Zolltarifnummern bestimmt. Diese sind mit den in der EU verwendeten Zolltarifnummern (8-Steller) identisch.

Die jeweils anwendbaren Zollsätze, je nach Ursprungsland, sind in den Tabellen am Ende der Erlasse in den Spalten 1 bis 8 wiedergegeben. Diese haben folgende Bedeutung:

Spalte 1: EU und EFTA Länder, Israel, Mazedonien, Bosnien und Herzegowina, Marokko, Palästina, Tunesien, Ägypten, Georgien, Albanien, Chile, Serbien, Montenegro, Kosovo, Mauritius und Moldau

Spalte 2: Südkorea

Spalte 3: Malaysia

Spalte 4: Länder, denen grundsätzlich Präferenzen gewährt werden, darunter:

Spalte 5: wenig entwickelte Länder

Spalte 6: geförderte Länder

Spalte 7: Entwicklungsländer

Spalte 8: alle anderen Länder

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: German Trade and Invest www.gtai.de

 

Webinartipp:

Update WuP – unser kompaktes Update zum Ursprungsrecht

14. Juli 2020 10:00 bis 11:30 Uhr

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