EU-Kommission veröffentlicht Bericht über Handels- und Investitionshemmnisse für das Jahr 2019

Am 18. Juni 2020 hat die Europäische Kommission den jährlichen Bericht über Handels- undInvestitionshemmnisse der EU veröffentlicht. Dabei bezieht sich der aktuelle Bericht auf den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019.

Dank dem Abbau von Maßnahmen im Zeitraum 2014 bis 2018 erwirtschafteten europäische Unternehmen im Jahr 2019 8 Mrd. EUR an zusätzlichen Ausfuhren.

Der Bericht zeigt allerdings auch, dass EU-Unternehmen mit einer starken Zunahme neuer unrechtmäßiger Handelshindernisse in Sektoren konfrontiert sind, die für die EU von strategischer Bedeutung sind, insbesondere in der Informations- und Kommunikationstechnologie, der Elektronik, der Automobilindustrie und anderen Hochtechnologiebranchen.

Die Zahl der weltweit bestehenden Handelshindernisse beläuft sich auf 438 gesamt, von denen 43 im vergangenen Jahr von 22 verschiedenen Ländern neu eingeführt wurden.

Im Vergleich zu 2018 sind die Länder mit der höchsten Anzahl an Hindernissen gleichgeblieben:

  • China ist nach wie vor das Land mit dem höchsten Bestand an registrierten Hindernissen. 38 Hindernisse behindern die Export- und Investitionsmöglichkeiten der EU.
  • Russland belegte mit derzeit 31 Barrieren den zweiten Platz,
  • gefolgt von Indonesien (25) und den Vereinigten Staaten von Amerika (24).
  • Indien und die Türkei teilen sich mit 23 gemeldeten Maßnahmen den fünften Platz.

Der Bericht zeigt, dass der Protektionismus mittlerweile in der weltweiten Handelspolitik verankert ist. Dies erfordert einen neuen Ansatz zur Verteidigung der EU-Interessen in einem zunehmend polarisierten und unsicheren Handelsumfeld.

Den vollständigen Bericht der Europäischen Kommission finden Sie hier.

 

Quelle: Europäische Kommission www.ec.europa.eu

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