Author: Stefanie Gailler

EU startet Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Australien

Die EU und Australien haben den offiziellen Beginn von Verhandlungen über ein umfassendes Freihandelsabkommen bekannt gegeben. Die erste Verhandlungsrunde wird vom 02. bis 6.Juli 2018 in Brüssel stattfinden. Damit können Sie mittelfristig beim Einkauf in Australien Zölle sparen.

Vom Start der Verhandlungen bis zur Anwendbarkeit eines Abkommens ist es jedoch ein weiter Weg, die Dauer von fünf bis zehn Jahren ist nicht ungewöhnlich. Aber die EU ist bemüht, die Zollsätze durch Freihandelsabkommen für Ihre Mitgliedsländer abzubauen.

EU bereitet die Einführung von Zusatzzöllen auf US-Produkte zum 20. Juni 2018 vor

Da die USA nicht planen, die Zusatzzölle für EU-Waren über den 01. Juni 2018 hinaus auszusetzen, hat sich die EU nun mit Gegenmaßnahmen beschäftigt. Es ist geplant, dass zum 20.Juni 2018 Zusatzzölle für einige US-Produkte beim Import in die EU eingeführt werden. Kaufen Sie in den USA ein, können sich dadurch auch Ihre Importe deutlich verteuern.

 

Die EU hofft zwar noch mit den USA eine Einigung  zu erzielen, sodass die Maßnahmen gar nicht zur Anwendung kommen müssten. Aber danach sieht es, wenn man die Aussagen des amerikanischen Präsidenten Trump verfolgt, nicht aus.

Kommt es zu keiner Einigung, plant die EU, ebenfalls zusätzliche Zölle auf in zwei Stufen einzuführen. Dafür hat Sie bereits die Durchführungsverordnung (EU) 2018/724 vom 16. Mai 2018 veröffentlicht.

 

Stufe I:

In der ersten Stufe können ab dem 20. Juni 2018 zusätzliche Wertzölle in Höhe von bis zu 25 % auf die Importe der in Anhang I der DVO aufgeführten Waren (Link zur DVO: http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32018R0724&from=DE) erhoben werden.

Diese Waren sind von Zusatzzöllen betroffen

Von der ersten Stufe erfasst sindeine Vielzahl von Waren, darunter bestimmte landwirtschaftliche Erzeugnisse und Nahrungsmittel wie Mais, Reis, Erdnussbutter, Säfte und Bourbon Whiskey. Betroffen von Zusatzzöllen sind auch Eisen, Stahl, Aluminium sowie Eisen- & Stahlerzeugnisse. Zudem sind Zigarren und Tabak, Schminkmittel und Pflegeprodukte, Bekleidung (T-Shirts, Hosen), Motorräder, Boote und Spielkarten betroffen. Die genaue Warenliste mit ihren Tarifnummern können Sie der Verordnung entnehmen.

Die Zölle der EU werden einen Umfang von 2,8 Milliarden US-Dollar haben – das entspricht dem Volumen der amerikanischen Zölle auf europäische Produkte.

 

Stufe II:

In der zweiten Stufe können weitere zusätzliche Wertzölle in Höhe von bis zu 10 %, 25 %, 35 % oder 50 % auf die Einfuhren der in Anhang II der DVO aufgeführten Waren angewandt werden.

Dies kann entweder ab dem 23. März 2021 oder gegebenenfalls schon früher geschehen, falls das WTO-Streitbeilegungsgremium entscheiden sollte, dass die Schutzmaßnahmen der USA nicht mit den einschlägigen Bestimmungen des WTO-Übereinkommens vereinbar sind.

In eigener Sache: Seminar-Kooperation mit Bundesanzeiger Verlag in Köln

Seit über 60 Jahren veröffentlicht der Bundesanzeiger Verlag in Köln Verkündungen und Bekanntmachungen des Bundesgesetzgebers sowie der Europäischen Union. Neben den offiziellen Verkündungsorganen „Bundesanzeiger“ und „Bundesgesetzblatt“ werden eine Vielzahl an Fachpublikationen als Print- und Online-Produkte verlegt.

Die Referenten/-innen der bav GmbH sind Spezialisten/-innen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht und verfügen über langjährige Erfahrungen in der Verwaltung und Wirtschaft. Gemeinsam mit dem Fachbereich Außenwirtschaft des Bundesanzeiger Verlags veranstalten wir im zweiten Halbjahr 2018 sowie in 2019 eine gemeinsame Seminarreihe.

Profitieren Sie von dieser geballten Fachkompetenz und melden Sie sich rechtzeitig an!

Weitere Informationen finden Sie unter:

Organisation der Zollabwicklung
am 24.10.2018 in Köln
https://bavgmbh.javis.de/onlineregistration/222
Referentin: Bianka Wolfsteller, bav

JEFTA – Das neue Freihandelsabkommen mit Japan
am 18.02.2019 in Köln
https://bavgmbh.javis.de/onlineregistration/223
Referent: Andreas Heuer, Dipl.-Finanzwirt

Sicherheit bei der DE/EU- und US-Exportkontrolle
am 25. und 26.02.2019 in Köln
https://bavgmbh.javis.de/onlineregistration/224

Referenten:
Holger von der Burg, IHK Düsseldorf
Jürgen Blaschke, Dipl.-Finanzwirt, Head of Export Control, Siemens AG

Überwachungsdokument für Aluminiumimporte benötigt

Die Europäische Union führt mit der Durchführungsverordnung (EU) 2018/640 der Kommission vom 25. April 2018 die vorherige Überwachung der Einfuhren bestimmter Aluminiumerzeugnisse ein. Die Überwachung gilt für Erzeugnisse aus Nicht-EU-Ländern mit Ausnahme von Norwegen, Island und Liechtenstein. Einfuhren bis zu einem Nettogewicht von 2.500 kg sind befreit.

Für den Import der betroffenen Produkte benötigen Sie deshalb ab dem 12. Mai 2018 bis einschließlich 15. Mai 2020 ein Überwachungsdokument.

Anträge auf Ausstellung dieses Überwachungsdokumentes können Sie im Online-Portal ELAN des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen.

Ziel der Überwachung von Aluminiumimporten ist die schwierige wirtschaftliche Situation in der europäischen Aluminiumindustrie vor dem Hintergrund des weltweiten Überangebots im Aluminiumsektor.

Wir expandieren!

Kommen Sie zu uns ins Team!

Wir expandieren weiter und suchen zum 1. September 2018 eine/n Seminarveranstaltungsmanager/in zur Festanstellung.

 

 

Ihre Aufgaben:

  • Sie betreuen unsere Seminare in unserem Seminarzentrum in Bremen
  • Sie koordinieren unsere Inhouse-Veranstaltungen
  • Sie sind verantwortlich für die Erstellung unserer Seminarunterlagen und Lehrbriefe

 

Ihr Profil:

  • Sie sollten kontaktfreudig und kommunikativ sein und Freude am Umgang mit Menschen haben. Erfahrungen im Seminarmanagement sind von Vorteil.
  • Sie sind serviceorientiert und haben ein umsichtiges Auge für die Bedürfnisse unserer Teilnehmer und Referenten
  • Sie sind strukturiert und organisiert und haben ein sicheres, kompetentes, professionelles Auftreten
  • Sie haben keine Scheu vor Technik und können nach einer Einarbeitung die Tagungstechnik (Beamer, Laptop) sicher bedienen.

 

Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre vollständige Bewerbung per Mail an:

stefanie.gailler@bav-seminar.net / sylvia.heuer@bav-seminar.net

APS – Begünstigter Länderkreis wird kleiner

Mit delegierter Verordnung (EU) 2018/148 vom 27. September 2017 hat die EU die Verordnung (EU) Nr. 978/2012, der die Zollvergünstigungen für wenig und am wenigsten entwickelte Länder zugrundeliegen, geändert.

Die Änderungen betreffen insbesondere die Anhänge II, III und IV der APS-Verordnung. In diesen Anhänge sind die Listen mit den APS-begünstigten Ländern enthalten.

Zum 1. Januar 2019 sind die Elfenbeinküste, Ghana, Paraguay und Swasiland sowie zum 1. Januar 2021 Äquatorialguinea nicht mehr in den APS-Listen der Anhänge II, III und IV aufgeführt. Damit entfallen die Vergünstigungen beim Import aus diesen Ländern.