Warenursprungs: Türkei – Abschaffung Exporteurserklärung, Ursprungszeugnis ab sofort ‎verpflichtend

Die türkische Regierung hat zum 24. Mai 2019 die Exporteurserklärung (Exporter’s Declaration) abgeschafft. Ab sofort ist im Warenverkehr EU – Türkei die Vorlage eines IHK-bescheinigten Ursprungszeugnisses für eine Vielzahl an Zolltarifnummern verpflichtend, um Zusatzölle zu vermeiden.

Die Zusatzzölle fallen für Waren mit Ursprung in diversen Ländern (v. a. Asien) an. Die betroffenen Ursprungsländer und Zolltarifnummern finden Sie in den Verordnungen 2017/10926 und 2018/11799. Auf Grundlage der Zollunion zwischen der Türkei und der EU, wird für Waren, welche mit einer Warenbescheinigung A.TR eingeführt werden, kein Ursprungszeugnis verlangt. Das Ministerium behält sich jedoch vor, bei Risikokriterien ein Ursprungszeugnis anzufordern. Sollen diese Zusatzzölle für Waren mit anderem Ursprung vermieden werden, muss der Lieferung ein Ursprungszeugnis beigegeben werden. Derzeit scheint die türkische Zollverwaltung in der Praxis hiervon umfangreich Gebrauch zu machen. Aufgrund zahlreicher Hinweise scheinen momentan Ursprungszeugnisse pauschal bei sämtlichen Waren, die von Zusatzzöllen oder Ausgleichssteuern betroffen sind, vom türkischen Zoll angefordert zu werden.

EU Exporteure sollten sich deshalb in nächster Zeit darauf einstellen, für eine Warensendung in die Türkei kurzfristig ein IHK-Ursprungszeugnis als zusätzlichen Nachweis ausstellen zu müssen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer

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