Freihandelsabkommen mit Vietnam tritt am 1. August 2020 in Kraft

Die EU hat mit Vietnam ein umfassendes Freihandelsabkommen ausgehandelt. Dies führt zu einem Abbau von 99 % aller Zölle sowie weiteren Handelserleichterungen. Das Parlament der EU hat dem Abkommen bereits im Februar 2020 zugestimmt. Die Ratifizierung durch die vietnamesische Nationalversammlung fand nun am 8. Juni 2020 statt. Im weiteren Schritt wurde das Abkommen im Amtsblatt der EU (L) Nr. 186 vom 12. Juni 2020 veröffentlicht. Es tritt am 1. August 2020 in Kraft.

Ab diesem Zeitpunkt können die ermäßigten Abgabensätze von Wirtschaftsbeteiligten mit Präferenzantragscode 3XXX beantragt und angewendet werden.

Die neuen Codierungen lauten wie folgt:

  • U162 (Erklärung auf der Rechnung bis 6.000 Euro) oder
  • N954 (Warenverkehrsbescheinigung EUR.1)

Der Nachweis der Direktbeförderung entfällt (keine Unterlagencodierung 7HHF).

Zudem sind im o.g. Abkommen beim Gewähren von ermäßigten Abgabensätzen im Post- und Reiseverkehr Vereinfachungen vorgesehen (4EEP).

Nach dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens sind auch weiterhin die ermäßigten Präferenzzollsätze nach dem Allgemeinen Präferenzsystem (APS) für Waren mit Ursprung in Vietnam für einen Zeitraum von zwei Jahren parallel anwendbar.

Details können Sie auch der ATLAS-Info 0067/20 entnehmen.

 

Quellen: Generalzolldirektion www.zoll.de und EUR-lex www.eur-lex.europa.eu

 

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